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6633 Ultra Marathon 2016, nichts kann härter sein!

Gewinner des 6633 Ultra Marathon 2016, Tibi Useriu Ziellinie in Tuktoyaktuk 4:44 Uhr Ortszeit

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Aktuelle Zeit der Marathon Region.

19.03.2016 Das Rennen ist beendet

19.03.2016 / 5:00 MEZ

 

And the winner is..........T I B I !!!!!!!!!!!!!


Tibi Useriu (RO) hat den wohl härtesten, kältesten und windigsten Marathon unseres Planeten, den 6633 Ultra über 566 km in der Arktis gewonnen!!!! Gratulation aus Deutschland mein Freund, perfekt gemacht! Tibi erreichte Tuktoyaktuk um 4:44 Uhr Ortszeit, ca. 55 min. vor PJ aus Singapur.

 

Ca. 3 1/2 Std später erreichten auch die verbliebenen 5 Teilnehmer die Ziellinie in Tuk am arktischen Meer.

Wir gratulieren ganz herzlich! Ausnahmslos alle Teilnehmer haben ihren Körpern während der letzten Tage seit dem Start am 11.03.2016 in Eagle Plains mehr als alles abverlangt was überhaupt menschenmöglich ist! Eher noch viel mehr. Darum gilt allen Teilnehmern unsere uneingeschränkte Hochachtung vor dieser Leistung!

 

Ihr seid die besten!

 

Alle Resultate auf 6633 Ultra

 

(Fotos: Martin Like) 

18.03.2016 / 8:00 MEZ

 

Seit einiger Zeit haben Tibi und PJ ‚Swimming Point‘ verlassen um sich auf den Weg zur Ziellinie bei Tuktoyaktuk zu machen. Es wird berichtet, dass sie schon wieder ca. 6 km nach dem Kontrollpunkt sind um die letzte 72 km zu machen. Ich weiß nicht, ob sie zusammen weiterlaufen oder um den ersten Platz kämpfen.

Frank, Alex und Hully sind jetzt an Checkpoint 7 und erholen sich nach der "Mutter" aller Etappen von Arctic Chalets bis hierher. (70 Meilen / 112 km). In den letzten paar Stunden konnten sie einen kleinen Vorsprung von ca. 6 km gegenüber ihren Verfolgern Vlad und Andrei verbuchen. Noch ein langer Weg noch viel kann passieren ... So sei es.

(Martin Like)

18.03.2016 / 6:00 MEZ

 

Leider hat sich Roddy aus dem Rennen verabschiedet. Ich kann nicht ausdrücken, wie enttäuscht ich für ihn bin, wenn man bedenkt, dass er erstens ein wahrer Gentleman ist, und zweitens, weil er bei der womöglich härtesten Veranstaltung ihrer Art auf dem Planeten, mit seiner Diabetes teilzunehmen, irgendwie verrückt ist. Gestern hatte er einen tollen Tag auf der Etappe zwischen Caribou Creek und Inuvik, aber leider war heute nicht sein Tag. Der Mann ist entnervt, was verständlich ist, aber sobald er sich setzte, hat er erst mal darüber nachgedacht, was er überhaupt erreicht hat, vor allem wenn man bedenkt, dass er Diabetes Typ 1 hat! Er sollte erkennen, dass er ein verdammter Held ist! Er spricht bereits daüber wieder zu kommen, und wenn er das tun sollte, wäre das eine Ehre für mich, ihn 2017 beim überqueren der Ziellinie zu sehen, das würde rocken!

Ich glaube ich bin einfach zu viel von diesen verrückten Amerikanern umgeben! J

Tibi uns PJ bei Checkpoint 7, 6633 Ultra Tibi und PJ am Checkpoint 7

18.03.2016 / 01:30 MEZ

 

Wir sind jetzt an der Ziellinie in Tuktoyaktuk, so dass dieses Update gerade mal 2 Stunden alt ist.

Sowohl Tibi als auch PJ waren bei ‚Swimming Point‘ am Checkpoint 7 mit 1/2 km Abstand angekommen. Beide sind relativ guter Laune, obwohl Tibi eine frustrierende Knöchelverletzung hat!

Etwa 25 km auf der Ice Road, Hully, Frank und Alex fressen weiterhin Meile für Meile und sollten am späten Abend am CP7 sein. Heiß auf den Fersen mit ca. 1 km Entfernung hält sich das rumänische Paar Vlad und Andrei tapfer. Nennt mich einen alten Narren, aber ich denke, dass es ein bisschen um ein taktisches Rennen zwischen diesen beiden Gruppen geht. Roddy ist ein Mann auf einer Mission und ist brillant auf der Ice Road unterwegs. Zeit wird eng werden, in der Tat sehr eng, aber nichts würde mich bei dieser Legende überraschen!

Tibi Useriu at 6633 Ultra Tibi Useriu, gut gelaunt

Update 17.03.2016 / 19:30 MEZ

 

Das Rennen an der Spitze des 6633 Arctic Ultra wird noch interessant. Tibi Useriu führt immer noch, aber seine 16 km Abstand zu PJ auf der Ice Road sind jetzt auf 7km geschrumpft. Tibi hat noch ca. 80 Meilen bis zum Ziel in Tuk.

Momentan ist also noch nichts entschieden! Es sieht ganz so aus, als ob diese beiden Läufer das Rennen unter sich ausmachen. Die Verfolger sind mindestens 38 km weit hinter ihnen. Das Trio von Hully, Frank und Alex haben Arctic Chalets verlassen, 13 Minuten vor Vlad und Andrei. Roddy ist nun erst in Inuvik ankommen, ist aber immer noch stark. Er sollte bei Arctic Chalets später an diesem Abend noch ankommen.

(Fotos und Bericht: Martin Like)

 

Auf der Ice Road in den Northwest Territories von Kanada werden unsere Athleten auch von den Ice-Road-Truckern überholt, bzw. es kommt auch schon mal ein Truck entgegen. Momentan laufen ja auch die jährlichen Versorgungsfahrten zu den großen Companies, die nur auf dern zugefrorenen Wasserwegen möglich ist.  Immer wenn das der Fall ist, knirscht das dicke Eis laut unter den Füßen. Ein Erlebnis welches man so in der Regel nie am eigenen Leib erfahren kann.

Gerade das Ziel, Tuktoyaktuk, ist nur für ca. zwei Monate über diese Ice Road für Trucks erreichbar. Während der restlichen Zeit kann Tuk,- wie es von Einheimischen genannt wird, nur per Flugzeug versorgt werden.

(Anm.: Andy)

6633 Ultra 2016 Ice Road, NWT, Canada
6633 Ultra, PJ Tibi's Verfolger PJ aus Singapur
6633 Ultra 2016 Ice road Auf der Ice Road

16.03.2016 / 15:00 MEZ

 

Hier etwas nettes zwischendurch während Tibi sich weiterhin in der Arktis durch die Eiswüste kämpft. 

 

Das Team aus Blăjeni hat zu Ehren von Tibi Useriu einen Baum gepflanzt und wünscht weiterhin viel Kraft auf dem noch vor ihm liegenden Weg! Das ist jetzt deine Eiche Tibi!

 

(Foto: Balan Adrian)

Frank the Ice beard master 6633 Ultra Foto: Frank Fumich (US)

16.03.2016 / 14:30 MEZ

 

Also Leute, jetzt haben ich und meine Jungs Hully und Alex Nemet, gerade unsere traurigen Hintern wie Esel zum Inuvik Kontrollpunkt geschleppt. Ich hätte viele Geschichten zu erzählen, aber zuerst muss ich ein bisschen ohnmächtig werden,- ausruhen halt, um die Kälte aus dem Körper zu bekommen.

Dies war unsere vierte Nacht in Folge und wir waren komplett durch die Nacht unterwegs. Das ist Hardcore!

 

So sieht man übrigens aus wenn man 236 Meilen in der Arktis herumläuft. Nein, ich werde nicht das Rennen gewinnen, aber ich habe ganz sicher den Eis-Bart-Preis verdient!! Hey, wir alle haben unsere eigenen Ziele !!! Wie viele Menschen können schon von sich behaupten, dass ihnen das blanke Eis den Mund zu zementiert hat?!!

(Frank Fumich)

 

11:40 MEZ

 

Vlad und Andrei haben gegen 11:30 Checkpoint 6 / Inuvik erreicht.365 Meilen haben sie jetzt hinter sich. Starker Wind fegt durch Vlad's Haare und Andrej's Bart!

16.03.2016 / 8:25 MEZ

 

Bericht von Martin zum gestrigen Tagesablauf

 

Hallo noch mal ... Also, was ist heute geschehen?, höre ich euch fragen.

In der vergangenen Nacht hatten alle Athleten Fort McPherson verlassen und sind nun auf der vergleichsweise leichten 38 Meilen Etappe nach Tsiigehtchic. Ich kann durchaus sagen, dass die Temperaturen zuletzt in den späten 20er Jahren so tief lagen, und es hat auch viel mehr Wind als sonst ... und es schneite!

Der erste Teil meiner News enthält leider keine gute Nachricht. Es geht um Mark Strathern aus Zimbabwe. Er hatte mit einer Knöchelverletzung Fort McPherson verlassen, wobei er hoffte, dass sich das wieder gibt während der nächsten Meilen. Für euch könnte dies wie eine dumme Idee klingen, aber diejenigen, die Ereignisse dieser Art schon mal hatten, werden wissen, dass häufig solch kleine Verletzungen die Tendenz haben, wieder zu verschwinden. Nun, dieses Mal war das nicht der Fall und Mark blieb nichts anderes übrig als auf die Rückkehr des Begleitfahrzeugs zu warten, welches ihn abholen sollte. Ich bin sicher, dass Mark ein bisschen enttäuscht ist, weiß aber auch, dass er mit seiner Leistung sehr zufrieden sein kann. Er erwägt bereits seine Rückkehr im Jahr 2017, zusammen mit seinem Vater, der ein Konkurrent war im Jahr 2015, und einem Freund, der zuvor schon einmal am 6633 Arctic Ultra teilgenommen hatte.

 

Ein weiteres gemeinsames Merkmal in den Rennen dieser Art ist der Beginn der gefürchteten ‚Sleepmonsters‘. Typischerweise so zwischen (sagen wir) 02.00 und 05.00 müssen die Athleten häufig den unglaublich harten Drang bekämpfen zu schlafen, unabhängig davon, wie gut ausgeruht sie sind oder in der Tat, wie lange sie auf den Beinen waren. Der beliebte Sportler Tony war ein solcher Athlet und erlag dem ‚Sleepmonster‘ 20 km von Fort McPherson. Er wurde für ein paar Stunden Schlaf zum Biwak gezwungen. Darüber hinaus leidet Tony derzeit an einigen epischen Beschwerden in einem Bereich seines Körpers, wo es nicht allzu gut ist diese zu haben.

Noch vorne ist immer noch der alles unterdrückende Tiberiu, der vom Start des Rennens ab seinen Vorsprung unerbittlich hält. Er arbeitet wohl offensichtlich an einem Plan. Tibi ruht sehr wenig an den Checkpoints, biwakt aber häufig für kurze Nickerchen entlang der Strecke .... und das scheint zu funktionieren.

Ungefähr 5-6 Stunden hinter ihm sind seine Landsleute Vlad und Andrei, mit unserem guten Freund PJ nicht allzu weit zurück. Hully, Alex und Frank haben in den letzten paar Tagen die Tatsache erfahren müssen, dass das was sie hier von sich verlangen, das verrückteste überhaupt ist, und haben begonnen nun in einem sauberen Rhythmus zu schlafen. Auf den Punkt gebracht, werden sie von Tag zu Tag stärker. Aber wenn sie so zurückdenken wissen sie auch, dass dies mit einigem Abstand die härteste Veranstaltung ist an der sie je teilgenommen haben!

 

Der letzte Athlet über den zu berichten wäre, ist unser schottischer Kumpel Roddy. Dieser Mann ist ein ausgeflippter Held. Ich hatte in einem früheren Beitrag erwähnt, dass Roddy an dieser Veranstaltung unter erschwerten Umständen, die außerhalb der Norm liegen, teilnimmt. Gut, vielleicht ist jetzt die Zeit zu sagen, was die Umstände sind.

Normalerweise nimmt ein Typ-1-Diabetiker nicht teil an dieser Art von Extremsport. Mit seiner Diät, dem ständigen Kampf seinen Blutzuckerspiegel in Balance zu halten und einer intravenösen Insulinpumpe in seinem Bauch und allem was damit zusammenhängt, muss er ständig seinen Körper zu überwachen. Mit einigen High-Tech-Instrumenten, die mein Verständnis übersteigen, läuft Roddy unter den wachsamen Augen unseres Chef Sanitäters und macht super Fortschritt auf dem Weg nach oben. In seiner jetzigen Form sehe ich keinen Grund, dass wir ihn nicht in ein paar Tage Zeit auf der Ziellinie sehen könnten - und wenn das geschieht, wird er meine volle, absolute Bewunderung haben.

 

Im Laufe des Tages, machte Tibi seine üblichen schnelle Passage durch den Checkpoint bei Tsiigehtchic. PJ hat gute Aussichten auf den 2. Platz! Er ist etwa 24km hinter unserem Führenden.

Vlad und Andrei sind dann die Nächsten auf dem langen, geraden und flachen Weg zum Caribou Creek ca. 10 km hinter PJ. Die drei Musketiere (Frank, Alex und Hully) sind ebenfalls noch gut dran und sind hinter den Rumänen. Zum Zeitpunkt der Eingabe dieser News liegen sie etwa 6 km zurück.

Roddy hat Tsiigehtchic verlassen und ist wieder etwa 16 km weiter. Leider musste Tony Ellis (UK) abbrechen. Die Beschwerden waren einfach zu schmerzhaft.

 

Ein guter Tag alles in allem war es dennoch. Wir alle sind traurig Mark und Tony aus dem Rennen zu sehen, aber zweifellos haben sie einen tollen Job gemacht!

 .... Dies ist ein durchgeknalltes Rennen! Cheers!

(Martin Like)

Tibi und PJ am Checkpoint 5

16.03.2016 / 8:00 MEZ

 

Um 3:00 letzte Nacht hat Tibi Inuvik erreicht. Von Checkpoint 6 bis CP 7 waren es 120 Meilen.
Toh Poh Joo (Pj/ Singapur) ist 24 km hinter ihm. Tibi schläft jeweils nur kurze Runden. Die niedrigste Temperatur auf der Strecke war- 62 Grad Celsius!

Das Foto zeigt die beiden bei Arctic Chalets (CP 5). Tibi war gerade im Begriff wieder zu starten als PJ ankam um etwas zu pausieren.

15.03.2016 / 21:00 MEZ

 

Es gibt neue Informationen:

Vlad, Andrej und Frank sollten eigentlich um 19 Uhr am Checkpoint 5 ankommen, aber sie sind im Moment noch nicht da.

Tibi Useriu hat noch 25 Meilen bis Checkpoint 6, so ca. 5 Uhr in der Früh wird er dort sein.
Die nächste Etappe für ihn hat 113 km, die,- sofern er seine Geschwindigkeit beibehalten kann, wahnsinnige 42 Stunden dauert!

Wir wünschen weiterhin toi toi toi Tibi!

 

15.03.2016 / 19:00 MEZ

 

News von Tibi

Es gibt gute Neuigkeiten, sehr gute sogar!  Er sprach mit den Organisatoren, sie waren vor ein paar Minuten bei ihm. Er hat 25-30 Kilometer bis CP 6. Das ist der ChP. bei Inuvik (378 km) Er ist wohlauf, entschlossen und ehrgeizig! Das Wetter ist dort extrem hässlich, starker Wind und sehr kalt.

 

George Economou aus Zimbabwe hat gestern Fort McPherson erreicht und gewinnt somit die Kategorie 120+ Miles. George war schon im letzten Jahr dabei, musste aber abbrechen. In diesem Jahr kehrte er zurück um zu vollenden was er begonnen hatte. Diesmal hatte er sich komplett unter Kontrolle und war vollkommen Herr seiner Kräfte. Hochachtung dafür! Und ein ganz dufter Kerl ist er obendrein!

(Martin Like)

 

15.03.2016 / 12:15 MEZ

 

Andrej und Vlad haben vor einer guten halben Stunde die 300 km Marke überschritten. Sie sind jetzt 30 km vor Checkpoint 5 bei Caribou Creek und machen dort nun eine Pause.

Foto: VoceaTransilvaniei

15.03.2016 / 8:00 MEZ

 

Übersetzte Nachricht für Tibi von Konsulatspräsident Radu Moldovan aus Bistrita (RO)

 

"Die tolle Leistung macht uns Bürger von Bistrita stolz auf Tibi Useriu! Momentan ist Tibi an der Spitze des schwierigsten Marathon der Welt, dem 6633 Arctic Ultra!

Um was geht es: Um den Marathonlauf über 566 Meilen im Polarkreis Bereich, von Yukon bis zum arktischen Eis, bei Temperaturen von-50 bis -60 Grad Celsius. Tibi Ușeriu hat einen Vorsprung von 4 Stunden (Anm.: Zum Zeitpunkt der Meldung, mittlerweile sind es 8 ½ Stunden) zu den beiden anderen Rumänen im Feld. Vlad Tanase und Andrej Rosu, sind am dritten Checkpoint!

 

Als Vertreter der Bürgerinnen und Bürger in des Regierungsbezirks Bistrita-Nasaud gratuliere ich Tibi und drücke ihm die Daumen um genügend Kraft zu haben, seinen Vorsprung bis ins Ziel halten zu können! Ganz Bistrita betet für ihn! Es wäre schön wenn wir bei Tibi’s Rückkehr einen kurzen Anruf erhalten würden um ihn hier begrüßen zu können! Tibi, wir sind stolz auf dich! Und auch wenn wir keine Möglichkeit haben, dir diese Wünsche direkt zu schicken, möchte ich, dass du weißt, dass tausende von Bistritern in Gedanken bei dir sind! Viel Glück, und ich warte auf Nachricht von dir!"

 

Radu Moldovan

Frank Fumich 6633 Ultra Frank Fumich (USA)

14.03.2016 Update

 

Wir haben Frank Fumich's gestrigen Bericht der via fb kam, für euch ins Deutsche übersetzt. Was die Athleten beim 6633 Ultra im Moment zu bewältigen haben hat Frank hier eindrucksvoll geschildert.

 

"Hey everyone, vielen Dank für all die Worte der Unterstützung. Wachte nach nur 3 Stunden-Schlaf auf, um zu versuchen etwas Zeit ab McPherson, dem 120 Meilen Checkpoint wieder hereinzuholen. Ich hatte das Gefühl es ginge jetzt besser als unsere ersten 2 Stunden Aufenthalt während der Nacht, wo ich es geschafft habe, mein einziges T-Shirt in Brand zu setzen beim Versuch es durch ein Feuer zu trocknen. Dann legte ich meine Jacke ebenfalls zum trocknen neben das Feuer, was dummerweise den Plastikreißverschluss geschmolzen hat.

Zu allem Übel schüttete ich prompt zu viel Wasser in meine dehydrierte Mahlzeit und ruinierte damit mein Essen. Alles in allem hatte ich ca. 10 Minuten Schlaf. Und dann fror irgendwann meine Gesichtsmaske wie Zement an meinem Bart fest und ich konnte für ca. 2,5 Stunden weder essen noch trinken. Die gute Nachricht war, dass wir eine unglaubliche Nordlicht Show hatten. Man hatte das Gefühl mit den grünen Lichtern, die gleich nach Sonnenuntergang begannen, zu tanzen. Dann später eine zweite "Show" gegen 01.00 Uhr direkt über unseren Köpfen, sie schienen so niedrig.

Wir liefen, ich denke etwa 62 Meilen in den ersten 24 Stunden, obwohl ich schon seit dem Aufwachen immer noch ein wenig verwirrt bin. Letzte Nacht haben Hully, Alex, und ich alle halluziniert, was für einige interessante Diskussionen sorgte.

Durch den wenigen Schlaf sahen wir alle Arten von seltsamen Dingen, hinzu kam die Erschöpfung. Ich denke, alles in allem ist das hier um vieles härter als ich dachte! Wie kann man wirklich so weit in dieser kalten Eiswüste laufen? Aber schlimmer sind diese Steigungen!! Ich denke, ich hätte die Kursbeschreibung besser lesen sollen, weil für mich alles hier ‚Neuland‘ ist. Auch hätte ich härter trainieren sollen. Einen 25 kg Schlitten stundenlang einen Hügel hoch zu ziehen ist das Schlimmste, und das bei einem eiskaltenm 50 km/h Gegenwind, Spaß ist das schon keiner mehr!

Bei meiner Mutter, ich schwöre, dass ich nicht daran glaubte, den gestrigen 11 Meilen Aufstieg in diesem Wind schaffen zu können. Das war eines der schlimmsten Dinge die ich je durchgemacht habe, das macht dich mental fertig! Die Beine hatten einfach keine Kraft mehr. Nun, ich habe es trotzdem irgendwie geschafft, aber es war sehr, sehr hart. Eben auch, weil ich dem Gedanken das alles zu beenden, den Kampf angesagt hatte. Auch die „kleine Wasserpfeife“ zu finden wenn man bei -47 Grad mal muss, ist extrem schwer! WOW!

Wie auch immer, all diese Herausforderungen sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was der kleine Jack Rollins durchzumachen hat, und genau für IHN versuche ich das hier auch durchzustehen. Im Moment ist es schwer daran zu glauben das Ziel zu erreichen. Alles scheint so weit weg!

Bitte helft wenn ihr könnt. Ich schreibe noch so oft ich kann, aber Bild und Video Aufnahmen und ständige Aktualisierung ist hier praktisch unmöglich. Trotzdem ist es für mich wichtig euch zu informieren! Innerhalb von 30 Sekunden verwandeln sich hier die Hände in ‚Klauen‘ und es dauert fast eine Stunde sie wieder zu wärmen. Außerdem ist man die meiste Zeit auch einfach zu erschöpft, aber das ist egal, ich schreibe wann immer möglich. Die Nordlichter in der Nacht haben mich gelehrt dies alles hier nicht zu verdammen, während meine erstarrten Hände versuchten nach ihnen zu greifen.

Alex Nemet und Hully laufen wie Maschinen und sind wohlauf. Sie waren viel besser am ersten Tag als ich, aber gestern hassten wir dies hier alle. Sie schlafen immer noch und ich verschwende kostbare Zeit mit facebooking!

Was gibt's sonst Neues? Auch die Rumänen sind alle sehr stark. Andrei Rosu lässt Oana Fotino herzlich grüßen. Er und Vlad verließen uns vor ein paar Stunden (Tibi Useriu ist in Führung, gut !!!)! Toh Poh Joo (PJ) ist auch eine Maschine und kurbelt die Meilen nur so runter. Roddy Riddle macht sich auch toll !!! Ein paar ließen sich zurückfallen aufgrund Frostschäden. Ich kämpfe oft damit, nicht zu überhitzen. Wie auch immer, an vieles kann ich mich im Moment auch nicht erinnern, drum breche ich jetzt ab. Mein Sammelaktion-Link für den kleinen Jack ist auf meinem fb.-Profil Bild :) Bald geht’s weiter auf die nächsten 45 Meilen zum nächsten Checkpoint. Jesus, ich hasse diesen Schlitten!!!!"

 

Anm: Wenn ihr Frank's Sammelaktion für Jack Rollins ebenfalls unterstützen möchtet, hier der Link dazu:

http://www.firstgiving.com/fundraiser/frank-fumich/jackrollins

 

Und hier noch ein kurzes Animationsvideo von Jack Rollins für Frank

Keep going Frank ?You can do it ❤️❤️

Posted by Jack Rollins Journey on Montag, 14. März 2016
Jack Rollins Sammelaktion von Frank Fumich 6633 Ultra Frank Fumich's Sammelaktion für den kleinen Jack Rollins

13.03.2016 / 22:45 MEZ

 

Vlad und Andrei, die beiden Landsleute von Tibi haben sich auch wieder gemeldet. Die beiden sind vor 10 min wieder los um die nächsten 62 km bis zum Checkpoint 4 zu bewältigen. ChP 4 ist Fort McPherson. Hier ist auch das Ziel für die 120+ Läufer. Für alle anderen geht es weiter Richtung Tuk zum arktischen Meer.

 

13.03.2016 / 20:15 MEZ

 

Frank Furmich (US) postet:

120 Meilen Checkpoint in 49 Stunden erreicht. Letzte Nacht nur gelitten! Startete wieder gegen 16:00 und rannte 19 Stunden durch die ganze Nacht. Kalt, sehr kalt, minus 30 Grad und windig! Du meinst du zerbrichst innerlich. Aufstieg nach Aufstieg, brutal!

 

13.03.2016 / 16:30 MEZ

 

Kurzzeitig bereitete Frank Furmich's Message via Sat-Com etwas Sorge unter allen internationalen Beobachtern. Er meldete, "I'm lost"- was bedeutet, dass er irgendwie vom Weg abgekommen sein muss, und bat darum Martin von der Leitung zu informieren, was auch gleich einige, darunter auch wir hier, gemacht haben. Glücklicherweise war er eine gute halbe Stunde später wieder 'back on track' also auf der richtigen Route.

 

 

13.03.2016 um 4:00 MEZ schrieb Martin....

 

Hallo alle zusammen, nur ein kurzes Update mit der wohl schlechtesten Internetverbindung überhaupt.

Zur Zeit vorne mit etwas Abstand ist Tiberiu. Als ich ihn zuletzt vor etwa einer Stunde, war er 34 km vom Checkpoint 3 in Fort McPherson.

Die nächsten beiden sind seine Landsleute Vlad und Andrei, die 21km weiter hinten waren, mit PJ (Singapur) und Roddy (Schottland) 1 km hinter ihnen. Weiter auf dem Weg zwischen James Creek und Fort McPherson sind Hully, Frank und Alex. Sie hatten den letzten Aufstieg überwunden überstiegen und kommen jetzt aus den Bergen. Sie waren ca. 10 km von Checkpoint 2.

Der letzte Läufer aktiv auf der Straße ist Tony, der 4 km von James Creek ist. Derzeit am James Creek ruhen George und Mark, die in ein paar Stunden das beenden planen.

Leider hatte während des heutigen Tages Richard einen leichten Sturz, der Verletzungen zur Folge hatte, und Erick hat ebenfalls aufgrund Kälteschäden abbrechen müssen. Beide sind aber guter Stimmung.

Was soll's, die Tour heute über den Wright Pass ist für alle ein Test gewesen - die Arktis hinterlässt sicherlich eine sehr scharfe Erinnerung und zeigt wer der Boss in dieser Region ist. Ich werde einen vollständigen Bericht und mehr Fotos und Videos posten, sobald ich besseren Internetzugang habe, aber hoffentlich vermitteln die beigefügten paar Fotos einen Einblick, was heute war ...

 

(Anm. Andy: zu diesem Zeitpunkt herrschten auf der Strecke lt. Frank Fumich zum Teil Temperaturen von minus 47 Grad!)

6633 Ultra 13.03.2016 Pictures: ©Martin Like

12.03. / 21:45 MEZ

Kurzes Update von Frank Fumich (USA) vom Kontrollpunkt bei km 111. Massiver und anhaltender Wind mit mehr als 50 km/h. Momentan ist es brutal, nach Frank's Worten!

 

12.03.2016 / 19:00 MEZ

Neue Meldung via Satelliten-Telefonat von Martin vom Gipfel des 'Wright Passes' ,dass das Wetter dort umgeschlagen hat. Das ist lt. Martin nun der Moment an dem die Athleten jetzt die wahre Arktis kennenlernen werden. Er hofft, dass er nach dem aufstehen am Morgen neue Fotos schicken kann. Neue Meldungen folgen sobald möglich.

Vor dem Start Foto: Martin Like

12.03.2016

 

Nach letzten Meldungen von Martin Like haben alle Teilnehmer nach 23 Meilen gegen 4:00 Uhr MEZ den Polarkreis überquert. Mit 6 km Vorsprung führt Tibi das Feld an. Wenn alles gut läuft, folgt das nächste Update von Fort McPherson aus.

11.03.2016

Der 6633 Ultra 2016 ist gestartet! Während der nächsten beiden Tage werden wir kaum etwas von den Teilnehmern hören können da es in diesem Gebiet keinen Mobilfunkempfang gibt. Dennoch gehen unsere gute Wünsche für alle Teilnehmer mit auf den Weg!

Wir halten euch auf dem Laufenden sobald es Neuigkeiten gibt.

 

11.03.2016

 

Heute ist es soweit, Tibi's großes Abenteuer beginnt. 566 km Marathon am Polarkreis.
Tibi: "Vielen Dank an diejenigen, die mich ermutigt haben, bis zu diesem Moment, diejenigen, die an mich denken während des Wettbewerbs und diejenigen, die dies möglich gemacht haben, Tășuleasa Social, Megatitan, Teraplast, Quantumsport, Sepia, Prinz, Drill-Medien.
Einzelheiten über die täglichen Fortschritte können nach den ersten zwei Tagen hier http://www.6633ultra.com/results verfolgt werden."

Das Foto zeigt Tibi auf dem Weg nach 'Eagle Plains' auf dem Dempster Highway.

(Foto: ©Tibi Useriu)

 

Update 09.03.2016

Die Marathon Teilnehmer Die Marathon Teilnehmer 2016
Tibi mit Landsleuten Tibi mit Vlad Tanase und Andrei Rosu
Tibi's Startnummer Tibi's Starterpackage
The Surtoe Cocktail in Dawson City Picture source: 6633 Ultra

Der legendäre 'Sourtoe Cocktail in Dawson City"

Nach der Fahrt über den nördlichen Klondike Highway und der Ankunft in Dawson City, galt es für die Teilnehmer sich mit einer nicht ganz alltäglichen Tradition auseinanderzusetzen . Dem legendären "Sourtoe Cocktail!"

In einem Glas mit 40 prozentigem Yukon Jack, serviert von 'Kapitän River Rat' liegt eine amputierte Zehe! Ja, ihr habt richtig gelesen, eine echte Zehe! Mutig wer das trinkt, dumm wer die Zehe versehentlich verschluckt! 2500 $ hat derjenige zu löhnen dem dieses Missgeschick passiert! Wichtig aber ist, die Zehe muss beim trinken die Lippen berührt haben! Na dann, prosit!

 

Seit 1973 ist der 'Sourtoe Cocktail' Tradition in Dawson City. Es gibt sogar einen Verein mit mehr als 100.000 Mitgliedern aus allen Erdteilen! Die Legende vom ersten Sourtoe stammt aus den 1920er Jahren und kann hier nachgelesen werden: Website Dawson City / Sourtoe Cocktail-Club (engl.)

 

 

(english version below)
Tibi Useriu startet beim „6633 Ultra“ Marathon, dem wohl härtesten überhaupt möglichen Marathon in der Arktis nahe des Polarkreises. 
Vom nordwestlichsten Zipfel Kanadas von ‘Eagle Plains’ / Yukon zur Küste des arktischen Meeres nach Tuktoyaktuk (Tuk) startet der Extremlauf über 566 km am 11. März um 9:00 Uhr Ortszeit und wird nach 150 Stunden offiziell beendet.
In den vergangenen Wochen hat sich Tibi auf das extremste vorbereitet, trainiert und alle Dinge organisiert die für einen solch harten Wettkampf nötig sind. Schlafsack, Zelt und Kleidung, welche auch bei Temperaturen bis unter -50 Grad Celsius noch ausreichend Schutz bieten sind mit an Bord. Auch ein paar Päckchen Nürnberger Lebkuchen gehen mit auf die Reise, verriet Tibi bei einem Interview mit Florin Săsărman von ‚Radio Romania‘, Cluj.
Während des gesamten Marathons müssen alle Teilnehmer ihre Ausrüstung hinter sich herziehen. Durch die kräftige, mehrstündige arktische Strahlung pro Tag sind die Teilnehmer auf starke Sonnenbrillen zum Schutz der Augen angewiesen.
Tibi startet am Sonntag den 6. März vom Flughafen Cluj nach London, von dort geht es weiter nach Vancouver / Kanada. Anschließend besteigt er eine Maschine die ihn in den Yukon bringt, wo er am 7. März eintrifft.
Mit ihm zusammen gehen noch 11 weitere Athleten, die die 350 miles Distanz laufen werden, an den Start. Darunter auch zwei rumänische Landsleute. 4 weitere Läufer nehmen am Lauf über eine Distanz von 120+ miles teil. 
Am 23. März geht es dann für Tibi zurück nach Rumänien.

 

‚Tasuleasa Social German Support‘ wünscht Tibi viel Erfolg, auch im Namen der Weihnachtstrucker. Halte durch und komm gesund wieder nach Hause. Wir sind in Gedanken bei dir und feuern dich an!
Aktuelle Updates gibt es hier sobald vorhanden.
Andy.

 

Mehr Infos zum Marathon hier: 6633 Ultra Website

 

 

Eagle Plains Website

TUKTOYAKTUK Website

Likeys Outdoor Gear for Adventurous Mind. Website


_____________
English Version:

Tibi Useriu starts at "6633 Ultramarathon, the toughest ever possible marathon in the Arctic near the Arctic Circle.
From north western end of Canada's 'Eagle Plains' / Yukon to the coast of the Arctic Ocean to Tuktoyaktuk (Tuk) the extreme running over 350 miles will start on March 11 at 9:00 pm local time and will be officially terminated after 150 hours.
In recent weeks, Tibi has prepared extremely, trained and organized all things which are necessary for such a tough competition. Sleeping bag, tent and clothing, which are also offer at temperatures below -50 degrees celsius have adequate protection on board. A few packets of Nürnberger Lebkuchen also go along for the ride, Tibi told in an interview with Florin Săsărman of Radio Romania ', Cluj.


Throughout the marathon participants must strutting their equipment behind. By strong, lasting several hours Arctic radiation per day, participants are dependent on strong sunglasses to protect the eyes.
Tibi starts on Sunday March 6th from Cluj Airport to London, from there it goes on to Vancouver / Canada. Then he mounts a machine that takes him into the Yukon, where he arrived on March 7.
With him 11 other athletes who will run the 350 miles distance. Among them two Romanian compatriots. 4 more runners take part over a distance of 120+ miles.
On March 23, Tibi returns to Romania.


,Tasuleasa Social German Support 'wishes Tibi much success, also on behalf of the Christmas truckers. Hang in there and come back home healthy. Our thoughts are with you and cheer for you!

Recent updates are soon available here.

Andy.

 

More infos about the Marathon here: 6633 Ultra Website

 

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Eagle Plains Website

TUKTOYAKTUK Website

Likeys Outdoor Gear for Adventurous Mind. Website

Starter list 350 mls.

Neil Kapoor England  
Roderick Riddle Scotland  
Mark Strathern Zimbabwe  
Erick Basset France  
Frank Fumich USA  
Tony Ellis England  
Alex Nemet USA  
Vlad Tanase Romania  
Andrei Rosu Romania  
Michael Hull Australia  
Toh Poh Joo (PJ) Singapore  
Tiberiu Useriu Romania

 

 

Starter list 120+ mls.

Gary Parker Wales  
Swaek Prakitritanon Thialand  
Richard Balukiewicz England  
George Economou Zimbabwe

 

 

Veranstalter:

 

Likeys Ltd. Outdoor Gear for Adventurous Minds.

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Kommentare

  • Erwin Hartinger (Dienstag, 15. März 2016 15:45)

    NOTHING CAN BE HARDER,
    nur 16 Teilnehmer bei diesen Marathon
    bestätigen die Überschrift!
    Danke an alle Beteiligten, die uns mit Bildern und Berichten daran teilnehmen lassen!

  • Andy (Dienstag, 15. März 2016 16:58)

    Ja Erwin, 12 Teilnehmer über die 350 Meilen Distanz und 4 über 120+ Meilen. Für Letztere war Fort McPherson das Ziel.

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