"Ochsenfurter helfen in Idomeni"

 

Am 23.März 2016 starteten acht Ochsenfurter um im Flüchtlingslager Idomeni an der Mazedonischen Grenze zu helfen. Lest hier den ausführlichen Bericht.

Zum Bericht....

Tasuleasa Social (RO)

Tibi Useriu startet beim 6633 Ultra Marathon am Polarkreis Tibi Useriu

Tibi Useriu vom Kinder,- & Jugendcamp Tasuleasa Social startet beim 6633 Ultra Marathon am Polarkreis. 566 km auf Meereis von Eagle Plains (Yukon) nach Tuktoyaktuk (Tuk) am arktischen Meer. Mehr dazu hier.......

In einer wunderschönen, unberührten Berglandschaft findet man ein beispielloses Sozialprojekt wie es bislang in Rumänien noch nicht existierte. Hier verbringen Waisenkinder und behinderte Kinder ihre Ferien, werden internationale Jugendbegegnungen, Workcamps, Bergschule und ökologische Aktionen veranstaltet.

Begleiten Sie uns auf eine Reise in eines der schönsten Länder Europas und in eine bessere Zukunft für Rumäniens junge Generation.

www.tasuleasasocial.ro

(Headerfoto ©by Mani Gutau, Frontmann der rumänischen Band Urma)

 

 

Support

Wenn ihr,- wie wir, der Meinung seid, dass gerade dieses Projekt eure Unterstützung verdient, dann meldet euch einfach kurz. Es gibt viele Möglichkeiten das Kindercamp zu supporten, an Aktionen teilzunehmen oder anderweitig zu helfen.

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There are several possibilities to support this fantastic kids-project. If you like to,- contact us! And believe, this camp rocks,- anyway!!

 

 

 

Tasuleasa Fotogalerien

Tasuleasa Social Panorama Tasu Panorampic

Tasuleasa Social, ein vorbildliches - auf Nachhaltigkeit ausgelegtes Kinder,- &  Jugendprojekt das seinesgleichen sucht.

 

In diesem Jahr möchten wir uns noch stärker für die gute Sache einsetzen. Aus diesem Grund möchten wir euch hier eines der engagiertesten Projekte unserer Zeit vorstellen.

 

Es geht hier um das Kinder,- & Jugendprojekt ‚Tasuleasa Social‘ in den rumänischen Karpaten, Region Bistrita Nasaud am Bârgui-Pass auf 1300m Höhe. (auf ca. 30.000qm Fläche)

 

Seit dem, ersten Spatenstich im Jahre 2001 stehen aktuell zwei kleine Häuser zum Übernachten in denen bis zu 30 Kinder & Jugendliche unter kommen auf dem Gelände zur Verfügung. Ein Werkstattgebäude und ein Küchengebäude sind ebenfalls vorhanden. Ein Sozialgebäude mit Duschen, Toiletten und ausreichend Waschgelegenheiten ist ebenfalls fertig.

 

In 2010 wurden zusätzlich eine Schilf/Bio Kläranlage, ein See und ein Wald - Lehr & Kletterpfad angelegt. Hierbei halfen zahlreiche Jugendliche Volontäre aus Rumänien und Deutschland.

 

Seit der Gründung von Tasuleasa Social besuchten mehrere tausend behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Rumänen, Moldawien und anderen europäischen Ländern das Projekt und bekamen auf spielerische Weise den sinnvollen Umgang mit der Natur vermittelt.

 

Weit mehr als 500.000 Bäume wurden mittlerweile gemeinsam gepflanzt und etliche Seen von Müll und Unrat befreit, bis hinunter ins Donaudelta welches eine der erhaltenswertesten Landschaften Europas darstellt.

Seit Gründung ist der Bekanntheitsgrad des Projekts stetig gestiegen und es wird über die Grenzen Rumäniens hinaus auch von den Medien als Vorzeigeobjekt hoch gelobt. Es steckt viel Herz, Mühe und persönliches Engagement in der Arbeit von Gründer Alin Uhlmann Useriu und seinen Volontären. Aber auch die Unterstützung der Johanniter und einigen bayrischen Gymnasien, darunter auch das Wolfgang Borchert Gymnasium in Langenzenn, trugen vieles zum heutigen Stand von Tasuleasa Social bei. Erst im August 2011 fanden sich zur 10 Jahresfeier auch viele ehemalige Langenzenner Schüler, -die mittlerweile studieren bzw. das Studium schon fast vollendet haben ein, um bei den Vorbereitungen zum großen Fest mitzuhelfen.

 

Ein Interview vom Discovery Channel mit Alin Uhlmann Useriu, in dem er über seine Arbeit berichtet, könnt ihr auf www.weihnachtstrucker.de oder hier unterhalb nachlesen.

Am 28.12.2011 erhielt er den Umweltpreis vom amtierenden Regierungspräsidenten des Landkreises Bistrita-Nasaud für seinen engagierten Kampf um die Zukunft seines Heimatlandes.

 

2015 konnte zeitgleich mit dem Via-Maria-Theresia Marathon das 15 jährige Bestehen des Jugendcamps gefeiert werden. Viele Fotos dazu findet ihr auf der facebook-Seite Tasuleasa Social German Support. https://www.facebook.com/TasuleasaSocialGermanSupport/

 

 

Wir möchten euch nicht nur mit warmen Worten animieren, euch Tasuleasa Social etwas näher anzuschauen, sonder euch auch einladen, dieses tolle Projekt in einer der schönsten Landschaften Rumäniens einfach einmal zu besuchen. Es gibt viel zu entdecken wenn man nur die Augen öffnet. Näheres dazu könnt ihr jederzeit bei uns erfahren, ihr seid auf das herzlichste willkommen.

 

 

Weitere Infos auch auf www.weihnachtstrucker.de  und auf http://www.tasuleasasocial.ro/

Mailkontakt zu Andreas Jutzi: information@weihnachtstrucker.de

 

Tasuleasa Fotogalerien

 

Interview

Interview mit Alin Uhlmann Useriu über sein Kinder & Jugendprojekt in Rumänien

 

Interview in deutsch:

Alin Uhlmann - Useriu

Er ist einer der 10 nominierten Rumänen die von Discovery Channel für die Kampagne "Jeder kann ein Held sein" ausgewählt wurden, weil er in den Bargau Mountains, in der Nähe Tihuta Pace in den letzten Jahren mehr als 10. 000 Freiwillige versammelt hatte, die um einen sorgsameren Umgang mit der Natur kämpfen.

Alin Uhlmann-Uşeriu war nach Deutschland ausgewandert wo er es geschafft hat, nicht nur Geld für sein Tăşuleasa Social Projekt zu organisieren, welches vor einem Jahrzehnt als kleiner Gedanke mit großem Ziel geboren wurde, sondern auch um seine Idee bekannt zu machen und dafür zu begeistern. Der starke Glaube aller beteiligten Helfer an das Projekt zieht ihn immer wieder in seine Heimat zurück, wo er seine Volontäre lehrt,- seine Message an Kinder und Jugendliche weiterzugeben wo immer möglich.

 

 

Wie haben Sie das Projekt begonnen? Wie viele Menschen waren zunächst in das Projekt integriert?

 

Das Projekt war ein persönlicher Gedanke, auf den ich in den Jahren 1994-1995 kam. Zu diesem Zeitpunkt machte ich zusammen mit mehreren jungen Studenten in Bistrita,  verschiedene kulturelle Aktivitäten und warb um mehr Engagement in der Gesellschaft, um eine Konsistenz in Aktivitäten aufzubauen, die wir benötigten, um einen besonderen Ort zu schaffen, wo junge Menschen zu jeder Zeit hin kommen können, sich zu beteiligen und um ihre Ideen zu verwirklichen.

 Nachdem ich seit 1998 für's Erste genug Geld gesammelt hatte um das Projekt  starten zu können, verließ ich Deutschland im Jahr 2000, mit nur sehr wenigen Menschen begann ich den eigentlichen Aufbau von Tăşuleasa Social. Seit 2001 hat der Verein Rechtsform erhalten.

In den Bergen Bargaului in der Nähe des Tihuta, auf dem Land das meiner Großmutter gehörte, wurden bisher gebaut: zwei Workshops, ein Schulungsraum, eine Küche, ein Sozialgebäude, zwei Häuser als Unterkunft für die Freiwilligen und einen Spielplatz für Kinder. Wir gruben ohne Bagger eine 2 1/2 km lange Wasserleitung frostsicher durch das Tal hoch zum Projekt und bauten eine 3 Kammer Kläranlage von der Das Projekt heute noch profitiert.

 

Heute haben Sie Hunderte von Freiwilligen. Wie erreichen Sie diese Leistung?

 

In den letzten zehn Jahren war ich mit über 10.000 Freiwilligen tätig, es kommen viele von ihnen immer wieder auf fast jede Aktion, die wir hier machen bei Tăşuleasa Social. Einige kommen zu Aufforstungen, andere um Müll zu sammeln, und wieder andere um Geschenke an bedürftige Kinder zu verteilen. Oft müssen wir die Zahl der Freiwilligen begrenzen. Zum Beispiel war eines unserer Projekte das reinigen der Flussufer von Vatra Dornei bis Galati. Wir haben eine Partnerschaft mit 65 High Schools in den 9 Städten an den Flüssen entlang.

 Wir beschränkten die Zahl der Teilnehmer auf 30 pro High-School und hatten somit mehr als 2.200 Freiwillige für das Projekt. Wichtig war es Teams mit jeweils einem Führer zu bilden, Müll musste zu speziellen Lagerplätzen transportiert werden,  jeder brauchte Schutzausrüstung um sich nicht zu verletzen. Wenn wir diese Einschränkung an Helfern nicht vorgenommen hätten -  ich glaube, es wären über 10.000 Teilnehmer gekommen, aber 2.000 von ihnen würden den Grundgedanken über Freiwilligenarbeit und Organisationskultur nicht verstehen. Freiwillige von Tăşuleasa haben keine feste Anzahl, sie sind immer so viele wie wir brauchen. Bei dieser Aktion wurde uns schnell klar, dass sich alle bewusst waren wie wichtig diese Arbeit war für die Gesellschaft in der sie leben.

 

Was ist die größte Erkenntnis, von Ihnen in Tasuleasa Social?

 

Unsere größte Leistung besteht darin, dass im Laufe der Zeit ein Team, das schon ziemlich groß ist, in dem jeder seine Rolle kennt, bei den Aktionen des Vereins eine starke Kohärenz zu vermitteln vermag.

 

In welchem Stadium befindet sich der Pädagogische Wald?

 

Der pädagogische Wald ist das Projekt, bei dem der Verein versucht, alles was er in diesen 10 Jahren an Erfahrungen gesammelt hat mit einzubeziehen, er ist ein Klassenzimmer in der Natur und umfasst eine Fläche von drei Hektar, mit 29 praktischen Elementen, wo die Beziehungen zwischen Wald und Wasser den Menschen viel besser erklärt und gelehrt werden können. Außerdem bauten wir eine biologische Schilf-Kläranlage, für sauberes Wasser durch natürliche Filterung. Desweiteren können wir die gigantischen Ausmaße des dicksten und längsten Baum der Welt darstellen und man kann hier Informationen über fast alle Arten von Bäumen und Tieren der Umgebung finden.

Gelernt werden kann auch eine Menge über das Gleichgewicht in der Natur und die Gefahren, die der Mensch im Ökosystem durch seine unkontrollierte Aktivitäten hervorrufen kann.

Die Projekte, die von Tăşuleasa Social durchgeführt werden sind als freiwillige Ausbildung zu verstehen - richtig und sinnvoll zu handeln. Die Kurse dauern zumeist  mehrere Tage oder gar Wochen. Mit dem pädagogischen Wald haben wir es geschafft bis zu viermal schneller diese Ziele zu erreichen.

 

Freiwillige werden dazu ermutigt, eigene Projekte zu entwickeln, welche davon finden Sie am interessantesten?

 

Einige von ihnen haben große Aufklärungskampagnen über Mülltrennung, wie in Galati gemacht, ein Marionettentheater fand in einem Kindergarten in Bacau statt um die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft spielerisch zu erreichen. In Piatra Neamt arbeiten die Jugendlichen mit Umweltschützern und anderen Entscheidungsträgern zur Umsetzung geeigneter Mülltrennung in Schulen zusammen, andere waren z.B. an der Arbeit anderer Organisationen in Bukarest und Cluj beteiligt, und die Card, die sie von Tăşuleasa erhalten weist sie als 'trainierte Volontäre' aus. Und es gibt noch viele weitere, teils private Projekte bei denen Freiwillige versuchen, ihre Umwelt zu verändern: Familie und Freunde.

 

Sag mir, einige Worte über die Freiwilligen von Tăşuleasa - was für Menschen sind sie, was bringt sie dazu sich zu engagieren, welchen Einfluss haben sie darauf Mentalitäten zu verändern?

 

Die meisten Freiwilligen sind junge Leute, die sich mit den Programmen die wir gemacht haben identifizieren weil sie hierdurch intensiver wissen was es bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Es gelingt ihnen häufig ihr Umfeld, in denen ihre Aktivitäten sattfinden zu warnen und zu sensibilisieren: Schule, Familie oder Freundeskreis. Sie sind zum Teil langjährige Freiwillige, die in Verbindung mit dem was sie in der Schule lernen und gelernt haben, ihr Wissen engagiert weitergeben: Kommunikation, Bildung, Kunst-, Forst-, Biologie und so weiter.

Es sind junge Menschen, die fest an diese Zusammenhänge  zu glauben.

 

Welche Ergebnisse haben Sie was die Aufforstung von Wäldern betrifft?

 

Wir pflanzten fast 150.000 Bäume, über 60 Hektar Wald innerhalb vier Jahren mit mehr als 2.500 Freiwilligen, wobei alles durch gehörlose Menschen, Nonnen, Studenten (Rumänisch und Deutsch), Kinder aus Familien die illegale Geschäfte mit gestohlenem Holz machten und Häftlinge aus dem Gefängnis in Bistrita praktiziert wurde.

Diese 60 Hektar Wald sind nicht sehr viel, aber in Bereichen in denen wir arbeiteten, hat unsere Warnung - vorsichtigere Waldbewirtschaftung durchzusetzen, auch bei Behörden gewirkt, und man hat auch dort erkannt, dass ich eine Inspiration für viele andere Organisationen von 2004 bis jetzt war und bin.

 

Was sind die größten ökologischen Probleme vor Ort?

Ich denke, die Probleme sind nicht nur auf lokaler Ebene präsent, sie sind überall in diesem Land vorhanden. Beginnend mit Mangel an Respekt, Mangel an Bildung und Ausbildung im Umgang mit natürlichen Ressourcen, wo liegen die Grenzen zwischen legal und illegal,? zu viel Holz Ausbeutung. Insbesondere auch, dass auf den Flüssen Ausrüstung mit Flüssigkeiten als Kettenschmierung in Form von Öl genutzt wird wobei sehr viel Öl das Wasser verschmutzt (ein Gramm Öl verseucht mehr als 1 Tonne Grundwasser)!

Auch die Ablagerung von Abfällen jeglicher Art in der Natur und vor allem in Gewässern, überschreitet jegliche Vorstellungskraft des gesunden Menschenverstandes! Ehemalige Erzbergbaugebiete vor 1980, mit kargen Bergen und Flüssen, die wahrscheinlich auch in den nächsten 10.000 Jahren noch Probleme bereiten werden, erfordern weit mehr Umweltmaßnahmen als bisher geschehen.

 

Sie wanderten nach Deutschland aus, verbringen aber mehrere Monate im Jahr auf Tasuleasa, Was treibt Sie hierher?

Anfangs trieb mich das Heimweh, und jetzt sind es die Projekte des Vereins die mich hierher ziehen weil sie mich brauchen. Außerdem ist es das Stück Land das nun so geworden ist wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

 

Wie ist das soziale Engagement in Deutschland, im Vergleich zu Rumänien?

 

Darüber könnten wir ewig lange reden, das ist ein großes Anliegen an jedes Mitglied der deutschen Gesellschaft, sozusagen ein gewisses Grundmanifest. Schon die Kinder in den Kindergärten lernen auf spielerische Weise soziales Engagement bzw. Verhalten. Teils in den Familien, teils über die Schulen werden rund um einen sehr klaren, transparenten Staat dauerhaft Aktivitäten zum Thema soziale Einstellung koordiniert, und das mit sehr großem Erfolg. Seit 1998 bin ich Mitglied von 'Die Johanniter', einer deutschen Hilfsorganisation, die über 300.000 Mitglieder in Deutschland hat. Sie ist dabei aber nur eine von vielen anderen.

 

Sie sind einer der zehn Helden die von Discovery nominiert wurden. Wie fühlt man sich in dieser Position?

Ich genoss diese Nominierung, weil über die Aktivitäten die wir hier tun gesprochen wurde. Persönlich fühlte ich mich ein wenig unwohl in dieser Rolle, weil es nicht die Leistungen eines Einzelnen sind, die etwas für die Gesellschaft bedeuten, sondern die Erfolge die man im Team erreicht.

 

Interview vom englischen ins deutsche übersetzt von: Andreas Jutzi

Original-Interview erschienen bei: totb.ro

 

Ihr möchtet das Projekt auch unterstützen?

Weitere Infos dazu findet ihr unter www.weihnachtstrucker.de

 

Tasuleasa Website: www.tasuleasasocial.ro

 

 

 

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